6. Temelinkonferenz 24.09.2016 Von Tihange bis Temelin – Pleiten, Pech und Pannen Einladungsflyer: Deutschland will die Temelin Schweißnaht-Akten überprüfen

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aktualisiert 16.08.2016
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Von Tihange bis Temelin – Pleiten, Pech und Pannen

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6. TEMELIN KONFERENZ
Samstag, 24.09.2016
9:00 AKW Temelin Infozentrum – 14:00 Parkhotel Hluboka
18:00 FINAL PICTURE Uranium Film Festival Yellow Oskar Winner 2014
Sonntag, 25.09.2016 Tour de Kultur Schloss Frauenberg
Deutschland will die Temelin Schweißnaht-Akten überprüfen

Bei einem bilateralen Treffen ersuchte Dr. Wolfgang Cloosters, Leiter der deutschen Atomaufsicht, Tschechien darum, die Aktenlage der Schweißnähte des Primärkühlwassersystems in Temelin Reaktor 1 mit seinen Experten überprüfen zu können. Tschechien verschwieg an diesem Tag den Betrug an den anderen Temelin-Schweißnähten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Die Frage ist nun:

- Wann wird diese Aktenüberprüfung stattfinden?
-  Bevor oder nachdem der Reaktor explodiert ist?

Während der Kampf um Tihange auf allerhöchster Ebene tobt, wartet der ähnlich gefährliche Fallim AKW Temelin auf breite öffentliche Aufmerksamkeit. Österreich hatte deswegen bis 2007 Workshops mit Tschechien. Aber Wien hat nie die Aktenlage geprüft. Doch ohne komplette Aktenlage wird Reaktor 1 illegal betrieben. Der Steyr-Panzerdeal ist laut Wiener Kreisen schuld, dass die Inspektorin der tschechischen Atomaufsicht SUJB bis heute verraten wurde. Da es in Tschechien kein Zeugenschutzprogramm gibt, ist diese tapfere Frau völlig schutzlos. Sie untersuchte den Fall der SCHWEISSNAHT 1-4-5 (Akte 15/2001/SUJB) und sagt bis heute: Diese Schweißnaht hält nicht unter Stress und die Aktenlage ist nicht vollständig. Unterschriften wurden von verantwortlichen Personen verweigert.
Erst als der Landrat aus Wunsiedel mit Kreisrätin Brigitte Artmann einem Schweißnaht-Fach-gespräch im Landratsamt Wunsiedel eine Bühne bot, ging es vorwärts. Beide inspizierten auch eine Schweißnaht direkt am Reaktor 2. In den betroffenen Reaktor 1 ließ man sie nicht. „Wahrscheinlich hatte man Angst, ich würde mit einem Metermaß nachweisen, dass diese Schweißnaht abgeschnitten wurde“ sagt Artmann sarkastisch. Nach einem weiteren von Wunsiedel forcierten Expertengesprächen in Temelin und einem anderen Gespräch im Bundesumweltministerium (BMUB), das die grüne Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl vermittelte, kam es am 19.10.
2015 zu diesem ersten internen bilateralen Schweißnaht-Fachgespräch mit externen Experten, dem BMUB und SUJB in Prag. Jiri Tutter, der ehem. Direktor von Greenpeace Tschechien war Teilnehmer zusammen mit Brigitte Artmann. Jiri Tutter wird auf der Konferenz davon berichten. Er hatte diesen Schweißnaht-Krimi mit seinem Kollegen Jan Haverkamp aufgedeckt. Dokument
THE RISKS OF SKODA + Gutachten Majer http://gruene-fichtelgebirge.de/the-risks-of-skoda/

Bleibt Radioaktivität an Grenzen stehen?
Das zweite tschechische AKW Dukovany ist 30 Jahre alt, hat 4 marode Reaktoren und kein zweites Containment. Es hat Betrug an den Schweißnähten in allen vier Reaktoren. Reaktor 1 bekam unbefristete Laufzeitverlängerung. Die BI WAA NAA und IPPNW stellten 61 Katastrophenschutz-Fragen an das Landratsamt Neustadt/Waldnaab. STOP TIHANGE hatte damit Proteststürme in Aachen ausgelöst. Als Folge klagt die Städte Region Aachen gegen Belgien. Die erste Auskunft des Amtes in Ostbayern war, dass man nicht in der 10 Meilen- Zone eines AKW wäre und keine Jodtabletten verteilen müsse. Die Information des Bayerischen Innenministeriums zur Verteilung von Jodtabletten konnte erst später nachgereicht werden. Die Landräte müssen dringend Aachen fragen, wie man klagt! Eine Grundbelastung ist schon da: Bis in 1000 km Entfernung von Tschernobyl beträgt die 50-Jahre-Langzeitexposition 190 Millisievert (mSv) laut dem Eidgenössischen Nuklearsicherheits-inspektorat ENSI. Zum Vergleich: Der Höchstwert aus
kerntechnischen Anlagen beträgt für AKW-Arbeiter 250 mSv im Leben, für normale Menschen nur 1 mSv pro Jahr. Die Belastung von Tschernobyl überschreitet diesen Wert bereits.
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Programm:
Hinkley Point C & PAKS II: Umstrittene Subventionen für AKW-Neubauten in der EU,
drohende Wettbewerbsverzerrungen und erneuerbare Alternativen zum Atomausbau
Christoph Rasch, Greenpeace Energy
Die Temelin-Schweißnähte – Jiri Tutter, Ex-Direktor Greenpeace Tschechien
AKW in Europa, Laufzeitverlängerung Dukovany – Jan Haverkamp, Berater von
Nuclear Transparency Watch und Greenpeace
Endlager – Sylvia Kotting-Uhl MdB Grüne und Eda Sequens CALLA
Final Picture – Uranium Film Festival Yellow Oskar Winner 2014 – Ein Film von Michael von
Hohenberg – Anti-Atomkriegsdrama, engl.Untertitel, Trailer https://www.youtube.com/watch?v=IsEboujCR6Q
Programm bei www.gruene-fichtelgebirge.de
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Brigitte Artmann, Kreisvorsitzende Grüne Fichtelgebirge
Mobil +49 (0)1785542868, brigitte.artmann@gruene-fichtelgebirge.de

Hilde Lindner-Hausner, BI WAA NAA, Tel. +49 (0)9608 202, kontakt@biwaanaa.de
AKW Temelin Infozentrum ♁49° 10′ 55′′ N, 14° 22′ 53′′ O| Parkhotel Hluboka www.parkhotel-hluboka.cz

Teilnahme auf eigene Gefahr – Anmeldung erforderlich
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Die Temelin Konferenz finanziert sich über Spenden. Wenn Sie uns unterstützen wollen:

DIE GRÜNEN KV Wunsiedel: IBAN: DE10780500000620005496,
BIC: BYLADEM1HOF Mit Spendenbescheinigung

STOPPT TEMELIN B.Artmann, IBAN: DE52 7805 0000 0222 4106 64,
BIC: BYLADEM1HOF Ohne Spendenbescheinigung
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V.i.S.d.P. Brigitte Artmann, Am Frauenholz 22, 95615 Marktredwitz
Grüne Fichtelgebirge, BI STOPPT TEMELIN, BI WAA NAA, Aarhus Konvention Initiative