Einladung – Pressemitteilung – 7. Temelinkonferenz 25.03.2017 in München

Aktuelle Informationen: www.stoppt-temelin.de und www.gruene-fichtelgebirge.de

7. Temelinkonferenz 25.03.2017 in München 

Samstag, 25.03.2017 in MÜNCHEN – 10:00 – 18:00 Uhr  Anmeldung erforderlich
Ort: EineWeltHaus München Schwanthalerstr. 80, Nähe Hbf,  www.einewelthaus.de    
Anmeldung: Brigitte Artmann, Mobil 01785542868,
brigitte.artmann@gruene-fichtelgebirge.de
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Nach jüngsten Vorfällen an tschechischem AKW
Internationale Temelin-Konferenz fordert Stopp neuer Atomprojekte

München, im Februar 2017. Während der Kampf um das belgische AKW Tihange auf allerhöchster Ebene tobt und am 25. Juni 2017 eine 90 km langen Menschenkette über drei Länder geplant wird,  wartet der ähnlich brisante Fall im AKW Temelin noch auf die breite öffentliche Aufmerksamkeit.

Sechsmal fand die Temelin Konferenz bereits mit internationalen Experten in Tschechien statt. Hochkarätig besetzt wird die Konferenz am 25. März 2017 zum ersten Mal in München im Eine Welt Haus tagen. Es geht um die im Raum stehenden Betrugsvorwürfe wegen unsicherer Schweißnähte am atomaren Kühlwassersystem des Reaktorblocks 1. Eine ehemalige Inspektorin der tschechischen Atomaufsicht habe die Unregelmäßigkeiten bestätigt und es werde gegen Unbekannt ermittelt, berichtet  Konferenz-Organisatorin Brigitte Artmann. Die grüne Kreisrätin aus dem oberfränkischen Marktredwitz fordert deshalb: „Die tschechische Regierung kann angesichts dieser Vorfälle nicht zur Tagesordnung übergehen und darf nicht weiter an ihren Ausbauplänen für die Atomkraftwerke festhalten, sondern muss endlich wieder stärker in alternative Energieträger investieren.“

Referenten in München sind Sylvia Kotting-Uhl, die Atomexpertin der grünen Bundestagsfraktion, und Dieter Majer, der ehemalige technischen Leiter der Atomaufsicht des Bundesumweltministeriums. „Die Temelin-Betreiberfirma hat bisher nur unzureichend zur Aufklärung der Unregelmäßigkeiten an den Schweißnähten beigetragen“, sagte die grüne Bundestagsabgeordnete Sylvia Kotting-Uhl. „Die Zweifel können nur durch gründliche Einsicht in die Dokumentation ausgeräumt werden.“ Sie forderte deshalb die tschechische Atomaufsicht  auf, diese dem deutschen Bundesumweltministerium entsprechend der Vereinbarungen des deutsch-tschechischen Atomabkommens zur Verfügung zu stellen. Kotting-Uhl hatte im Oktober 2015 zusammen mit Brigitte Artmann, Dieter Majer  und Technik-Experten am Fachgespräch der tschechischen und deutschen Atomaufsichten bezüglich dieser Angelegenheit in Prag teilgenommen. 45.000 Personen haben bereits die Petition unterzeichnet, mit der die Veranstalter der Konferenz nun die Bundesregierung auffordern, die Aktenuntersuchung sofort durchzuführen.

Weiteres Thema auf der Temelin-Konferenz sind die energiewirtschaftlichen Verwerfungen durch neue AKW-Projekte. „Atomkraft ist nicht nur höchst riskant, sondern ist auch nach mehr als 60 Jahren unwirtschaftlich und auf massive Subventionen angewiesen, die grenzüberschreitend die Energiemärkte zulasten Erneuerbarer verzerren“, sagt Christoph Rasch vom Ökoenergieanbieter Greenpeace Energy, mit Blick auf zahlreiche in Europa geplante AKW-Neubauten. Die dezentrale Energiewende ohne europäische AKW beleuchtet Tanja Gaudian von den Elektrizitätswerken Schönau. STOP TIHANGE wird die am 25. Juni 2017 geplante 90 km lange Menschenkette zwischen Tihange, Lüttich, Maastrich und Aachen vorstellen. Am Ostermontag kann die „Kettenreaktion Tihange“ im oberpfälzischen Grenzort Waidhaus bei der Demo „Trommeln gegen Temelin“ bereits auf Bayern übergreifen.

Die „Atomkraftwerk TEMELIN 1 sofort abschalten“ Petition an die Bundesregierung
www.change.org/p/bundesregierung-atomkraftwerk-temelin-i-sofort-abschalten

Die Petition an die Bundesregierung haben bereits über 45.000 Personen unterzeichnet. Sie beinhaltet die Temelin Resolution. Sie wurde von den internationalen Experten der bisherigen sechs Temelin Konferenzen ausgearbeitet. Neben der Forderung nach sofortiger Untersuchung der Aktenlage der Temelin-Schweißnähte heißt es darin: Die politisch Verantwortlichen „sollen Pläne für den Ausstieg aus bestehenden Atomkraftwerken entwickeln. und den alten Reaktoren von Dukovany keine Laufzeitverlängerung zugestehen. Stattdessen müssen Alternativen entwickelt werden, basierend auf Energieeffizienz und erneuerbaren Energiequellen.“ Tschechien will den AKW-Standort Dukovany in den kommenden Jahren erweitern, Auch für einen immer wieder verschobenen Ausbau des Atomkraftwerks Temelin finden laut Medienberichten derzeit wieder Gespräche mit potenziellen Investoren statt. Zugleich hat die tschechische Regierung in den vergangenen Jahren die Förderung für erneuerbare Energieträger zusammengestrichen und Photovoltaikanlagen mit zusätzlichen Abgaben belastet. Mit der Temelin-Resolution appelliert man an die Bundesregierung, sich stärker als bisher gegen AKW-Neubauten in benachbarten Staaten zu engagieren. Die deutsche Politik, heißt es in dem Dokument, müsse „sicherstellen, dass Bürgerinnen und Bürger in Deutschland alle ihnen durch internationales Recht garantierten Möglichkeiten bekommen, an Entscheidungsprozessen zur Energiepolitik in Nachbarstaaten teilzunehmen; inklusive mindestens drei Monaten öffentlicher Auslegungsfristen bei grenzüberschreitenden Konsultationen bezüglich Energiestrategien und bei neuen Energieprojekten in den Nachbarstaaten.“

Kontakt: Brigitte Artmann, Kreisvorsitzende Grüne Fichtelgebirge, Mobil 01785542868,

brigitte.artmann@gruene-fichtelgebirge.de                        www.stoppt-temelin.de und www.gruene-fichtelgebirge.de

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Termine 2017 wegen der Temelin Schweißnaht:
17.04.2017
Waidhaus - „Trommeln gegen Temelin“
hier: Kontakt Beate Schneider b.schneider@santofit.de

19.05.2017
AKW Lubmin – Führung Reaktor 6 und Zwischenlager
Rückbau russischer VVER Reaktoren

23.05.2017
Prag – ENEF Konferenz Nuclear Transparency Watch spricht über die Schweißnähte

28./29.06.2017
Brüssel – ENSREG Konferenz
NTW organisiert für uns ein Treffen mit den Atomaufsichten

30.09.2017
AKW Temelin – 8. Temelin Konferenz  Exkursion Maschinenhalle und Zwischenlager

Kontakt Brigitte Artmann, Mobil 01785542868, brigitte.artmann@gruene-fichtelgebirge.de